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Die March-Thaya-Auen zählen zu den schönsten und interessantesten Aulandschaften Mitteleuropas. Und zu den am besten gehüteten Geheimtipps. Charakteristisch für die exotische Urwald-Landschaft sind die zahlreichen Altarme und Weiher.


Die westlichsten Steppenflüsse Europas

Die Thaya entspringt im Mittelgebirge des Waldviertler Hügellandes. Auf ihrem Weg zur Mündung in die March wechselt sie mehrmals zwischen Österreich und Tschechien und bildet schließlich in Hardegg die Staatsgrenze. Die Wasserkraft der Thaya diente jahrhundertelang dem Gewerbe. Getreidemühlen, Hammerwerke und Tuchmacher hatten hier ihre Betriebe. Bei Hohenau mündet die Thaya in die March.

Die March ist der bedeutendste Tieflandfluss Österreichs. Sie entspringt in Tschechien und bildet als östlichster Fluss Österreichs die Grenze zur Slowakei. Im Gegensatz zur Donau fließt die March sehr träge dahin. Begleitet wird der Fluss von einem Augürtel - ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Bei Theben mündet die March in die Donau.


Zauber der Farben

In den Altarmen von March und Thaya fühlen sich nicht nur Biber, Grau- und Silberreiher wohl. Die Gewässer stellen einen idealen Lebensraum für Wasserpflanzen dar. Strahlend weiße Seerosen und gelbblühende Teichrosen bilden zusammen im Sommer ein farbenprächtiges Bild.

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Zu den schönsten Altarmen der March-Thaya-Auen zählen das Hufeisen Sierndorf sowie Altarme im Hohenauer, Drösinger und Stillfrieder Auwald.


Offene und getrennte Altarme

Altarme entstehen dadurch, dass sie vom Fluss entweder natürlich oder künstlich mit Durchstich abgetrennt wurden.

Offene Altarme sind noch mit dem Fluss verbunden und beherbergen daher eine ähnliche Tierwelt wie dieser. Vom Hochwasser stark durchströmte Altarme sind leicht mit dem Fluss zu verwechseln. Das Gewässer ist meist aufgrund der hohen Wassertrübe frei von Wasserpflanzen. Ein typisches Beispiel für einen offenen Altarm ist bei Drösing zu finden.

Je deutlicher ein Altarm vom Fluss getrennt ist, desto mehr verwächst er. Die Ufer sind von einer dichten Vegetation gekennzeichnet, die mit reichlich Nahrung eine Reihe von Wasservögel zum Brüten anlockt.

graureiher Beispielsweise finden Zwergtaucher oder Tafelenten einen geeigneten Brutplatz.

Auch Wasser- und Sumpfpflanzen, wie die gefährdete Sumpfbrennnessel oder die Wasserfeder, fühlen sich hier wohl.

Graureiher und Kormorane finden in den offenen Altarmen ihre wichtigsten Nahrungsgebiete.
   
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