Quaden, Markomannen und Römer

Im 1. Jh. n. Chr. breiteten sich germanische Stämme - Quaden und Markomannen - im March-Thaya-Gebiet aus und ließen sich friedlich neben den Kelten nieder.

Frühe germanische Gräber fand man in Mannersdorf a. d. March und Laa a. d. Thaya. Eine große germanische Siedlung des 2. Jh. n. Chr. mit eingetieften Gebäuden wurde in einer Thayaschlinge bei Bernhardsthal freigelegt.

roemische_muenze2 Gegen Ende des 2. Jh. n. Chr. kam es zu den jahrzehntelangen Kriegen zwischen den Germanen und Römern - den sogenannten Markomannenkriegen des Kaisers Marc Aurel. Die römischen Befestigungen entlang der Donau bildeten für einige Jahrhunderte eine sichere Grenze zwischen dem "Imperium romanum" und den "Barbaren".
Auch nördlich des Donaulimes entstanden römische Stützpunkte, etwa in Devín, Stupava oder Stillfried. Im 4. Jh. brach jedoch der Donaulimes unter dem Druck der Germanen endgültig zusammen.


Völkerwanderung

Während der Völkerwanderungszeit kamen Goten, Hunnen, Heruler, Vandalen und Langobarden nach Österreich. Vereinzelte Urnengräber, wie das in Hohenau a. d. March aus der zweiten Hälfte des 6. Jh. n. Chr., sind Zeugen einer ersten slawischen Einwanderungswelle. Die Slawen wurden aber bald von den Awaren beherrscht. Nur kurz konnte sich unter dem fränkischen Adeligen Samo ein Reich der slawischen Stämme halten, das erneut unter awarische Herrschaft geriet. Erst Karl dem Großen gelang es, die Awaren endgültig zu besiegen.


roemische_schale TIPP

Im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Stillfried sehen Sie Funde aus einem großen awarischen Gräberfeld, das zwischen Schönkirchen und Strasshof entdeckt wurde. Auch einige slawische Siedlungsreste und Gräber, die man an vielen Stellen entlang der March gefunden hat.


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